Mit zunehmendem Alter können Mobilität und Selbstständigkeit nachlassen. Barrierefreies Wohnen hilft Senioren, ihre Unabhängigkeit zu bewahren und gleichzeitig die Sicherheit im Alltag zu erhöhen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Maßnahmen zur Wohnungsanpassung möglich sind und wie diese finanziert werden können.
Warum ist barrierefreies Wohnen wichtig?
Barrierefreiheit sorgt dafür, dass Wohnräume sicher und zugänglich bleiben. Dies reduziert das Risiko von Unfällen wie Stürzen und erleichtert die Pflege durch Angehörige oder Betreuungskräfte.
Vorteile barrierefreier Wohnräume:
- Mehr Sicherheit und Komfort
- Erhalt der Selbstständigkeit
- Verbesserung der Lebensqualität
- Entlastung von Pflegekräften und Angehörigen
Welche Maßnahmen sind sinnvoll?
Die Anpassung des Wohnraums hängt von den individuellen Bedürfnissen und der Wohnsituation ab. Hier sind einige der wichtigsten Maßnahmen:
1. Badumbau
- Ebenerdige Dusche: Erleichtert den Einstieg und minimiert das Sturzrisiko.
- Haltegriffe: Zusätzliche Sicherheit in Dusche und WC.
- Rutschfeste Bodenbeläge: Reduziert die Unfallgefahr.
2. Treppen und Eingänge
- Treppenlift: Ideal für mehrgeschossige Häuser.
- Rampen: Erleichtern den Zugang für Rollstuhlfahrer oder Personen mit Gehproblemen.
- Automatische Türöffner: Vereinfachen das Betreten und Verlassen der Wohnung.
3. Wohnraumanpassungen
- Höhenverstellbare Möbel: Erleichtern den Zugang zu Küche und Schlafzimmer.
- Türverbreiterungen: Ermöglichen das Passieren mit Rollstuhl oder Gehhilfe.
- Beseitigung von Schwellen: Schafft eine durchgehende, barrierefreie Bewegung im Wohnbereich.
Wie lassen sich die Maßnahmen finanzieren?
Die Anpassung des Wohnraums kann kostspielig sein, aber es gibt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, die helfen können.
1. Zuschüsse der Pflegeversicherung
Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad können Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragen.
- Höhe des Zuschusses: Bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme.
- Kombinierbar: In einem Haushalt mit mehreren Pflegebedürftigen können die Zuschüsse addiert werden (bis zu 16.000 Euro).
2. KfW-Förderung
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet Förderprogramme für altersgerechtes Umbauen:
- Zuschüsse: Bis zu 6.250 Euro je Wohneinheit.
- Kredite: Günstige Darlehen für größere Umbaumaßnahmen.
3. Weitere Finanzierungshilfen
- Kommunale Programme: Viele Städte und Gemeinden bieten regionale Förderungen an.
- Steuerliche Vorteile: Umbaukosten können als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.
- Stiftungen und Wohlfahrtsorganisationen: Unterstützen in Einzelfällen finanziell.
Tipps für die Umsetzung
- Professionelle Beratung: Holen Sie sich Unterstützung von Experten wie Architekten oder Wohnberatern.
- Individueller Bedarf: Planen Sie die Maßnahmen basierend auf den spezifischen Anforderungen der pflegebedürftigen Person.
- Frühzeitig planen: Beginnen Sie mit der Umsetzung, bevor akuter Handlungsbedarf entsteht.
- Kostenvoranschläge einholen: Vergleichen Sie mehrere Angebote, um die besten Konditionen zu erhalten.
Fazit
Barrierefreies Wohnen erhöht die Lebensqualität und Sicherheit von Senioren erheblich. Mit den richtigen Maßnahmen und einer guten Finanzierungsmöglichkeit können Sie Ihr Zuhause optimal an die Bedürfnisse anpassen. Kontaktieren Sie Pflege-Schätzle, um individuelle Beratung und weitere Informationen zu erhalten. Gemeinsam schaffen wir ein sicheres und komfortables Wohnumfeld für Ihre Angehörigen.